Ich mag Zwolle und möchte der Stadt etwas zurückgeben".

Willem Uitentuis ist ein Einwohner von Zwolle

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Wenn man mit Willem Uitentuis über Zwolle spricht, kommt ein Plan für die Stadt nach dem anderen zur Sprache. Dieser Einwohner von Zwolle ist das lebende Beispiel dafür, wie man in Möglichkeiten denkt. Mit seinem Unternehmen NOZEBRA sucht er nach Innovationen und bringt Menschen mit innovativen Ideen zusammen. "Ich mag Zwolle und seine Menschen sehr, diese Stadt hat so viel Potenzial", sagt er.

Foto: BulletRay

"Ich bin in Koog aan de Zaan geboren. Als ich 11 Jahre alt war, zogen wir nach Zwolle. Mein Vater hat hier in der Sikkens-Fabrik gearbeitet. Ich habe diese Nachricht gehasst. Zwolle war für mich das andere Ende der Welt. Ich war noch nie weiter als bis zur Veluwe gekommen. Der Tag des Umzugs geht mir immer noch durch den Kopf. Alle meine Freunde haben mir zum Abschied gewunken. Zwolle war anfangs sehr gewöhnungsbedürftig. In der Schule war alles anders, die Leute sprachen eine andere Sprache und ich vermisste meine Freunde. Doch ich habe mich ziemlich schnell akklimatisiert. Und 49 Jahre später bin ich mit der Stadt völlig verwoben.

Regelschlampe

Das hat auch mit meinem Charakter zu tun. Ich knüpfe leicht Kontakte und bin serviceorientiert. Nicht umsonst habe ich an der Hotelfachschule studiert. Ich bin der geborene Regelfanatiker. Das habe ich von meinem Vater. Als er 89 Jahre alt war, organisierte er noch eine Draisinenfahrt. Ich organisiere auch selbst seit vielen Jahren Veranstaltungen, unter anderem in den IJsselhallen. Ich liebe Träume und organisiere sie. Das passt auch sehr gut zu dem heutigen Zwolle. In dieser Stadt kann man, besonders heutzutage, Innovationen hervorbringen. Hier kann man wirklich gemeinsam vorankommen.

Umdenken

Ich versuche, mit NOZEBRA dazu beizutragen. Heute entwickle ich unter anderem kreative Konzepte für Immobilien. Ich liebe die Tatsache, dass ich normalerweise in Zwolle arbeite. Gerade weil ich mich hier sehr wohl fühle, möchte ich etwas zurückgeben. Ich hoffe, dass ich etwas hinterlasse, das Bestand hat und Zwolle langfristig zugute kommt. Dies ist einer der Gründe, warum ich die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen [SDGs] befürworte. Also mehr wohnortnahe Zusammenarbeit, Vernetzung und viel Umdenken. Das ist auch die Idee hinter meinem Firmennamen: NO ZEBRA Die Zeit der geraden Linien und des Schwarz-Weiß-Denkens ist vorbei.

Rundschreiben

Die Konzepte, an denen ich beteiligt bin, sind sehr vielfältig. Ich arbeite unter anderem mit regionalen Herstellern von Teppichen und Gardinen an einem kreisförmigen Projekt. Die Idee ist einfach: Diese Unternehmen verfügen über viele Restströme, die nun zerstört werden. Andererseits haben viele Haushalte kein Geld für Polstermöbel in ihren Wohnungen. Das macht Ihnen Angst, auch in Zwolle. Deshalb entwickeln wir gemeinsam mit Partnern aus der Stadt einen Plan, mit dem wir Wohnungen mit Herstellerresten ausstatten können. Gut für die Menschen und gut für die Umwelt, eigentlich ganz logisch.

Foto: BulletRay

Lösungen

Bei anderen Parteien denke ich an das Wohnungsproblem. Auch in Zwolle gibt es lange Wartelisten. Wir entwickeln temporäre kreisförmige Unterkünfte und suchen nach geeigneten Standorten dafür. Dabei kann es sich beispielsweise um Standorte handeln, die in fünf oder zehn Jahren neu bebaut werden sollen. Bis dahin können Sie den Menschen eine Unterkunft anbieten. Die Funktionen der Gebäude sind ohnehin immer stärker miteinander verwoben. Warum nicht in leerstehenden Ställen, Hallen und Büros vorübergehenden Wohnraum schaffen? Wir müssen wirklich anfangen, noch mehr über den traditionellen Tellerrand hinauszuschauen.

Rohe Kanten

Ich lasse mich von der Denkweise junger Menschen inspirieren. Sie suchen sich gegenseitig und gehen Kooperationen ein, die nicht sofort offensichtlich sind. Sie denken kreativ über aktuelle Herausforderungen wie Klima und Kreislaufwirtschaft nach. So entstehen neue Formen des gemeinsamen Lebens und Schaffens. Deshalb ist es wichtig, jungen Menschen eine Bühne zu geben, auf der sie ihre Talente entfalten können. Zwolle ist sicherlich offen dafür. Sie sollten keine Angst vor Innovationen haben. Lassen Sie es geschehen. Selbst raue Kanten machen eine Stadt letztendlich schöner und lustiger.

Willem Uitentuis' 3 Lieblingsplätze

  • Mit einem Bier auf der Bank im Café In De Buurt in der Luttekestraat. Ich sitze gerne dort. Jeder ist dort willkommen und darf so sein, wie er ist. Manchmal ist es einfach nur gemütlich, manchmal sind die Gespräche schön und besonders."
  • Ein Spaziergang durch ZWINC auf dem ehemaligen Philips-Gelände. Für mich ist das einer der inspirierendsten Orte der Stadt. ZWINC bietet jungen technischen Talenten eine Bühne und Möglichkeiten, Zwolle mit innovativen Startups noch grüner, intelligenter, besser und schöner zu machen."
  • Bei einer Tasse Kaffee auf den Stufen der Derde Bredehoek, mit Blick auf die [Thorbeckegracht](location://46527 """). Ich träume dort und ich habe dort mein Büro. Ich kann dort wirklich landen. Ich fühle mich dort wie ein Einwohner von Zwolle und spüre die Geschichte des Anwesens und der Stadt hier. Reine Liebe. "

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